letztes Update: 26. Dez. 2008
Mit dem Bausatz kann eine AlpinFlex Fräse passend zum Kässbohrer PistenBully 600 im Maßstab 1:12 erstellt werden.
Zur Erstellung des Modells ist Basiswissen im Modellbau notwendig. Vorliegende Bauanleitung soll ein Leitfaden sein, und die wichtigsten Hinweise zum Bau der Fräse geben. Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, wo er Änderungen und Verbesserungen anbringt.
Es wird angeraten, sich an dem reichlich vorhandenen Bildmaterial des Originals zu orientieren (z.B. auf www.pistenraupe.de).
Der Bausatz wurde unter Lizenz der Kässbohrer Geländefahrzeug AG hergestellt.
Inhalt des Baukastens:

Frästeile aus 1.5mm Alublech (das fehlende Teil oben ist
natürlich dabei!)

Metallteile für den Bau + Schrauben

Tiefziehteil aus PVC für die Abdeckungen
Diese Materialen sind nicht enthalten, aber in jedem
Modellbaugeschäft und bei Conrad erhältich:
Klebstoffe: Pattex Repair Extreme, UHU plus endfest 300
Lack: am besten mit Airbrush, sonst Spraydose (am besten ein für Modellbau geeigneter Spray)
Schmirgelpapier 600er Körnung für Anschleifen des PVC vor dem Lackieren
Holzbrettchen 200x900mm (Spanplatte, Vollholz, ...) oder Alublech für Vorrichtung zum Verkleben der Aufhängung
Rudermaschine (Servo) Hi-Torque
Servohalterung
Rudergestänge von Servo zu Umlenkhebel
Optional: Spindeltrieb statt Rudergestänge
Für alle, die von der ausführlichen Anleitung vielleicht abgeschreckt werden, hier in aller Kürze was zu tun ist. In einer Woche (jeweils abends) ist die Fräse fertig. Der größte Zeitfresser ist der Einbau des Servos + Ansteuerung.
Das Hauptarmlager trägt den Hauptarm und ermöglicht die Hubbewegung und seitliche Schwenkbewegung. An ihm wird der Hub-Hebel für das Heben der Fräse befestigt.
Dazu ist das 20x20 Alu-Vierkantrohr ist wie abgebildet zu bearbeiten (siehe auch mitgelieferte Zeichnung).
![]() Hauptarmlager von oben |
![]() Hauptarmlager seitlich |
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Hub-Hebel
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![]() Biegen des Hub-Hebels |
![]() Montage Hub-Hebel an Hauptarmlager |
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FräsenhalterungsarmAm Fräsenhalterungsarm wird die Fräsenaufhängung befestigt. Damit besteht die Option, den Fräsenhalterungsarm wahlweise fix oder beweglich mit dem Hauptarm zu verbinden. Bislang haben wir die fixe Einstellung erfolgreich verwendet. Durch das Anbringen einer Zugfeder zum Hauptarm können Schläge durch Bodenunebenheiten zum Servo abgefedert werden (dafür bestehen noch keine Abbildungen). Dazu ist das 15x15 Alu-U-Profil wie abgebildet mit Bohrungen zu versehen (siehe auch mitgelieferte Zeichnung):
Hinweis: Zum Gewindeschneiden reicht ein einfach schneidender 3mm Gewindeschneider, welcher um wenige Euro erhältlich ist. Der 3-fache Gewindeschneider-Satz ist für Aluminium nicht notwendig.
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![]() Vorrichtung aus Holz |

| Dann alles auf der Halterung ausrichten und mit
UHU plus endfest 300 verkleben. Hierzu ist zum
Erreichen der notwendigen Festigkeit unbedingt ein
Aushärten im Backofen (180° C, 5 Minuten, siehe
Anleitung UHU plus) durchzuführen. Tipp: die Verarbeitungszeit von ca. 2 Std. abwarten, bevor im Backofen ausgehärtet wird. Der Klebstoff ist dann schon soweit fest, dass er unter der Hitzeeinwirkung nicht mehr verrinnt. |
![]() |
Die Klebkraft von UHU plus endfest 300 unter
Wärmebehandlung ist wirklich enorm. Die zu verklebenden
Flächen vorher anrauen und gründlich entfetten.

In zwei der 6x6 Aluvierkantstangen wird an den Stirnseiten ein 3mm Gewinde geschnitten (siehe Abbildung):
![]() Gewindebohrung an den Stirnseiten |
Dann werden die vorderen und hinteren Rahmenhalterungen auf die Vierkantstangen geschoben und diese mit den Endscheiben verschraubt (3x10 Zylinderkopfschrauben). Die quadratischen Löcher der Rahmenhalterungen vorher mit eine Schlüsselfeile eckig feilen (siehe auch weiter unten bei "Fräsenwalze").
Nun kann die Fräsenaufhängung und die Rahmenhalterungen aufeinander ausgerichtet werden. Eventuell sind noch weitere Feilarbeiten an den Endflächen der Haltebügel notwendig, damit alles passt. In die Endflächen wird am oberen Ende der Fläche je eine 3mm Gewindebohrung angebracht (siehe Foto oben). Danach das Gegenloch an den Rahmenhalterungen anzeichnen, ausbauen und Bohren + Ansenken (siehe Foto unten).
Details der Verschraubung Fräsenaufhängung mit
Rahmenhalterung. Zum Bau des Rahmens sind die Abdeckungen
noch nicht montiert, das Foto wurde an der fast fertigen
Fräse gemacht.
Dann wieder Zusammenbauen, Verschrauben (M3x10 Senkkopf) und die Positionen für die Gewindebohrungen (8x) zur Befestigung des Finisher-Gummis anzeichnen (siehe Foto oben). Diese sollten in etwa gleichmäßig in die vorhandenen Zwischenräume links, rechts und in der Mitte angebracht werden. Zerlegen und M3 Gewindebohrungen anbringen.
Ebenso bei der 3. Vierkantstange die 8 Gewindebohrungen M3 für die Niederhalteschrauben des Finishers anbringen. Abstand gleichmäßig, ca. 40 mm.
Nun ist der Rahmen fertig zum Verkleben mit UHU plus endfest 300. Unbedingt die Endflächen der Bügel mit den Rahmenhalterungen verkleben, und die Rahmenhalterungen mit den Vierkantstangen. Klebestellen wie unten auf den Fotos erkennbar, Vorgehensweise wie oben beschrieben.

Rahmen und Aufhängung fertig zum Verkleben.

Details der Klebestellen. Stirnflächen hinter den
Kreuzschlitzschrauben nicht vergessen!
Der Bügel für die Befestigung der Aufhängung mit dem Hauptarm wird aus dem mitgelieferten Frästeil gebogen.
Die Aufhängung wird mit dem Hauptarm über diesen Bügel wie rechts im Bild verbunden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Fräse um die horizontale Aufhängungsschraube kippen kann (Tiltbewegung). Eventuell muss dazu das 15x15 U-Profil an dieser Stelle entsprechend angefeilt werden.
Nun können die inzwischen lackierten Abdeckungen aus PVC
montiert werden. Zunächst die genaue Position der
Rahmenhalterungen abmessen und an diesen Stellen einen
entsprechenden Schlitz in die Abdeckungen schneiden (siehe
auch Abbildung weiter oben). Dann die Abdeckungen vorsichtig
einfädeln ohne den Lack zu zerkratzen. Wenn alles passt, die
Klebestellen am PVC und an den Vierkantstäben mit Pattex
Extreme einstreichen, antrocknen lassen und verkleben. Dabei
aufpassen, dass man nicht patzt. Die Fräse sollte nun so
ausschauen wie auf den Bildern unten:


Die Fräsenwalze wird aus den gefrästen Fräsenzähnen, den Zwischenstücken und dem Vierkantrohr zusammengebaut. Es gibt vier verschiedene Fräsenzähne, die jeweils um 22.5° verdreht sind.

Für den Finisher wird das mitgelieferte Rillengummi verwendet. Vermutlich Anfang 2009 wird es auch eine gegossene Version inklusive der Seitenfinisher geben, welche nachgerüstet werden kann.

Finisher + Befestigungsblechstreifen





Der Finisher kann auch wesentlich originalgetreuer nachgebaut werden, wie Adrian Humbel (Schweiz) es gemacht hat:
Die 6x6-Profile sind unten mit einer Rille versehen worden, sodass die kleinen Bögen gerade hinein passen. Die kleinen Bögen sind aus einem 4mm Stahldraht gebogen worden und links und rechts ist noch mal ein Stück 4mm Stahldraht angelötet, mit einem Gewinde, wo der Finisher angeschraubt wird. Zwischen Bögen und Finisher ist noch ein durchgehender ALU-Blechstreifen (etwas dicker als der mitgelieferte) und unter jedem Ende der Bögen ein kleiner Dichtungsgummi.
Die Hauptarmhalterung wird aus dem Frästeil gebogen. Die Biegelinien sind leicht angefräst, damit lässt sich eine exakte Biegekante erreichten. Am Besten um das 20x20x20 U-Profil des Hauptarmes biegen, damit die innere Abmessung exakt 20mm beträgt. Der Bereich oben links wird später ausgefeilt, weil hier die Anlenkungsstange durch muss. Zur Befestigung der Halterung an der Wanne werden unten zwei 3mm Löcher und oben rechts ein Loch gebohrt, jeweils mit Ansenkung.
Zur Verstärkung der Fahrwerkswanne ist das mitgelieferte Alu-Blech U-förmig zu biegen und mit 3mm Bohrungen zu versehen. An den Seiten werden die vorhandenen Bohrlöcher der Wanne für die Glättebrettbefestigung verwendet, an der Rückseite je 4 Bohrungen (siehe Abbildungen unten).




Der Hubzylinder wird aus den mitgelieferten Alu-Rohren + Kugelköpfen wie auf den Bildern ersichtlich zusammengebaut. Damit das dünnere Rohr in den Zylinder passt, muss es etwas abgeschliffen werden. Am einfachsten geht das durch Einspannen in einer Ständerbohrmaschine und Gegenhalten einer Feile. Zum Schluss mit feinem Schleifpapier an der Bohrmaschine polieren.
Die Kugelköpfe müssen etwas bearbeitet werden, damit sie
in die Rohre passen. Den linken Kugelkopf wie auf dem Bild
kürzen, damit die Schubstange komplett einfahren kann. Dann
mit Epoxykleber verkleben.

Einzelteile des Hubzylinders

Hubzylinder
Für das Heben/Senken der Fräse gibt es mehrere Möglichkeiten, hier beschrieben werden zwei davon:
Die hier vorgestellte Lösung wurde von Adrian Humbel (Schweiz) umgesetzt. Besten Dank für die freundlichen Zurverfügungstellung der Bilder.
Vorteile: über den kleinen Hebelarm wird
eine ausreichende Kraft erzeugt. Ausgleichmöglichkeit beim
Durchfahren einer Mulde ist gegeben, d.h. die Fräse kann
frei nach oben ausweichen.
Nachteile: es kann kein Anpressdruck
aufgebracht werden
Das Getriebe ausbauen und die linke Seitenplatte entfernen. Dann das überflüssige "Ohr" wie im Bild unten rechts zu sehen absägen.
Aus den mitgelieferten Messingteilen wird ein Umlenkhebel wie unten abgebildet gelötet. Vorher wie unten dargestellt 2mm Bohrungen zur Befestigung der Kugelköpfe anbringen. Auf der linken Seite kann man mit der Gewindestange wahlweise unter oder über dem Motorritzel durchfahren. Deshalb ist links der längere Hebel zu verwenden (auf dem Foto sind noch beide gleich lang). Der Umlenkhebel wird auf die hintere schwarze Stange geschoben und rechts mit einem Stellring gesichert.
![]() |
![]() |
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| Umlenkhebel | Getriebe mit angepasster Seitenplatte |

Segelwinde zur Hubbewegung. Die Seiltrommel ist
selbstgefertigt.


Details zur Seilführung und Einbau
Dies war die zuerst angedachte Methode, die sich aber in der Praxis nicht sonderlich bewährt hat.
Nachteile: sehr starkes Servo notwendig,
hoher Strombedarf in der gehobenen Stellung, keine
Ausgleichmöglichkeit beim Durchfahren einer Mulde, dies
müsste über eine Feder im Gestänge ermöglicht werden (hier
nicht beschrieben)
Vorteil: es kann ein Anpressdruck für die
Fräse erzeugt werden. Es ist allerdings fraglich, ob dieser
Vorteil die oben beschriebenen Nachteile aufhebt.
Das Getriebe ausbauen und die linke Seitenplatte entfernen. Dann das überflüssige "Ohr" wie im Bild unten links zu sehen absägen.
Aus den mitgelieferten Messingteilen wird ein Umlenkhebel wie unten abgebildet gelötet. Vorher wie unten dargestellt 2mm Bohrungen zur Befestigung der Kugelköpfe anbringen. Auf der linken Seite kann man mit der Gewindestange wahlweise unter oder über dem Motorritzel durchfahren. Deshalb ist links der längere Hebel zu verwenden (auf dem Foto sind noch beide gleich lang).




Zum Schluss werden die silbernen Pistenbully Aufkleber angebracht. Diese sind mit einer Schutzlackierung versehen, aber trotzdem empfindlich gegen Kratzer.

Ebenso die Warnaufkleber wie auf den Fotos ersichtlich anbringen.

Der Spalt zwischen den beiden Abdeckungen wird mit einem schwarzen Gewebeband zugeklebt.
Die beiden schwarz lackierten "Höcker" werden zurechtgeschnitten und mit Pattex angeklebt. In der Mitte kann die Abdeckung des Hydraulikverteilers befestigt werden (auf dem Foto nicht zu sehen).
Wer möchte, kann natürlich auch Hydraulikschläuche wie beim Original anbringen.
Modellbaufachgeschäfte
Conrad Geschäft oder
www.conrad.de
Modulor Materialien
www.modulor.de: Alurohre und –stangen, Gummimatten,
Kunststoffkleber


